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 VERBINDUNGSHAUS

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Das Verbindungshaus

Auf dem Alemannenhaus existieren noch Anschlüsse von ehemaligen Gaskandelabern. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass Teile unseres Hauses ca. 160 Jahre alt sind. Einst wohnte im Haus der Maler Peter Cornelius (1783 - 1867). Von ihm wurden die Fresken der Glyptothek (im 2. Weltkrieg zerstört und nicht mehr erneuert) und das große Fresko im Chor der St. Ludwigskirche „Weltgericht“ geschaffen. Letzteres gilt nach dem „Jüngsten Gericht“ als das größte Kirchenfresko. Als König Ludwig I. (1864 - 1886) während seiner Regentschaft die Musikhochschule in München errichten ließ, ernannte er Richard Wagner zum ersten Rektor und den Neffen des Malers, der auch Peter Cornelius (1824 – 1874) hieß und Dichter und Opernkomponisten war; zu einem ihrer Professoren. Dieser Neffe zog im Jahr 1853 zu seinem Onkel, dem Maler, nach München in die Kaulbachstraße 20. Im Jahr 1863 komponierte er in diesem Haus die Oper "Der Cid". El Cid ist ein spanischer Nationalheld um die Jahrtausendwende. Seine Opern der "Der Barbier von Bagdad" und "Der Cid" wurden 1858 und 1865 in Weimar uraufgeführt. Zu dieser Zeit war Franz Liszt Theaterdirektor in Weimar. Zu den Freunden Cornelius zählten nicht nur Franz Liszt (1811 – 1886) und Richard Wagner (1813 - 1883), sondern auch der Komponist Hector Berlioz (1803 - 1869). Man muss also davon ausgehen, dass alle drei auch einmal in der Kaulbachstraße 20 waren. 1927 kaufte Alemannia das Haus in der Kaulbachstraße 20 von Prof. Dr. Hans Cornelius, Ordinarius für Philosophie an der Universität Frankfurt. Die Geschichte ging dann Schlag auf Schlag weiter. Deshalb soll sie im Folgenden nur schlaglichtartig ausgeführt werden.

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Geschichte des Verbindungshauses

1928 

  • Beginn des Hausumbaus

  • Neubau: großer Saal, Kegelbahn und Kneipraum

 1929 

  • Hauseinweihung durch Michael Kardinal von Faulhaber

  • Das Geschenk des damaligen Weihbischofs Dr. Anton Scharnagl: Bild “Schrannenplatz von München“ (heutiger Marienplatz), hängt im großen Saal aus.

 1938 

  • Beschlagnahme des Hauses durch die Gestapo

 1944 

  • Eine Brandbombe zerstörte den gesamten Saalanbau und Teile des Hauses.

 1949 

  • Rückgabe des Hauses durch die Alliierten

 1950 

  • Beseitigung der Kriegsschäden

 1951 

  • Hauseinweihung durch Michael Kardinal von Faulhaber

 1983 

  • Hausrenovierung

 1993/94 

  • Anbau an den Saal, Saalrenovierung, Hausanstrich, 

 2001/02 

  • Thekenraum, Saal, neue Stühle und Tische, neue Kneipraumbestuhlung

 
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Die Alemannenhütte

Seit 1927 besucht Alemannia die Niederalm auf der Südseite des Brauneck. Sie wird gerne für Kneipen, Fuxen-/Aktivenfahrten oder Berggottesdienste genutzt. Vom Parkplatz Draxlhang in Wegscheid bei Lenggries steigt man je nach Gepäck, Kondition und Wetterverhältnissen 45 bis 60 Minuten auf einem Forstweg auf 997 Höhenmeter, doch wird man oben von einer urigen Hütte und nicht selten auch von Kühen herzlich empfangen. Jetzt sollte man sich erstmal ein frisches Bier gönnen und auf der neuen Terasse verschnaufen, bevor man den Holzofen anheizt. Strom und fließend Wasser gibt es dort genauso wenig wie moderne Ablenkung - ideal zum persönlichen Austausch, ungestörtem Schafkopfen, Lernen oder Wandern rund um Brauneck und Benediktenwand. Nachdem der Sennerbetrieb eingestellt wurde, können Alemannen nicht nur zur Skisaison, sondern ganzjährig auf die Hütte. Um deren Betrieb kümmert sich mittlerweile der Verein der „Freunde der Alemannenhütte“, den einige Alemannen 2008 gegründet haben. Holz hacken, frisches Bergquellwasser holen oder einfach nur Sandeln – dort oben fühlt man sich wie ein „Bayer im Himmel“.

Nähere Informationen und Anmeldung durch den Hüttenwart:

Florian Wies